Türkei: Steigende Auslandsinvestitionen trotz Weltkrisen

Trotz vieler geopolitischer Krisen halten die Auslandsinvestitionen in die türkische Wirtschaft unvermindert an und steigerten sich sogar. Die Auslandsinvestitionen sind gegenüber dem Vorjahr um 9,8% angestiegen.

Die weltpolitischen Krisen in der Nachbarschaft der Türkei, im Norden die Ukraine und im Süden Irak sowie Syrien, haben ausländische Investoren weiterhin nicht davon abgehalten, massiv in die Türkei zu investieren. Laut amtlichen Zahlen aus dem türkischen Wirtschaftsministerium setzten sich Investitionen von ausländischen Geldgebern, wie die Jahre zuvor, unvermindert fort und erreichten trotz massivem Pessimismus ausländischer Medien neue Rekorde. Demnach stiegen die Investitionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,8%. In den ersten acht Monaten des Jahres 2014 betrugen die Nettoinvestitionen 8,639 Milliarden Dollar. Davon waren 63% aus EU-Ländern, wobei Holland mit 1,859 Milliarden Dollar an der Spitze der Investorenländer steht, gefolgt von Großbritannien mit 799 Millionen Dollar.

Bis August 2014 wurden dieses Jahr in der Türkei insgesamt 2.850 Unternehmen mit ausländischer Beteiligung gegründet. Damit erreichte die Zahl der ausländischen Unternehmen in der Türkei die Gesamtanzahl von 40.506. Die meisten dieser Unternehmen mit ausländischer Kapitalmehrheit befinden sich mit 24.136 in Istanbul, gefolgt von Antalya mit 4.313 Unternehmen . Die allgemeinen Investitionen von ausländischen Geldgebern in Wohneigentum stiegen gegenüber dem Vorjahr um 64,7%. Der Nettoabfluss von Kapital verringerte sich um 69%. Dies sind Investitionsgelder, die aus der Türkei heraus in andere Länder abfließen.

Özden Ipek

 

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