Giresun: Restaurierte Felsen-Kirche für Besucher geöffnet

Eine in Stein gehauene Kirche, deren Entstehung auf das 4. Jahrhundert zurückdatieren soll, wurde jüngst in der nordtürkischen Schwarzmeerprovinz Giresun für den religiösen Tourismus geöffnet. Die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria, die nahe dem Stadtzentrum von Giresun liegt, ist von Grund auf restauriert worden und Touristen können sie ab sofort an zwei Tagen der Woche besichtigen.

Außerdem wurde auf Initiative des Ministeriums für Kultur und Tourismus ein Landschaftskonzept entworfen, das es ermöglichen soll, die Kirche auf noch bessere Weise für die Besucher zu erschließen. Hulusi Güleç, der Vorsitzende der Kultur- und Tourismusverwaltung der Provinz, erklärte, es gäbe in der Türkei einige wenige in Stein gehauene Kirchen. Die Restaurationsarbeiten wurden 2013 vervollständigt, die Landschaftsneugestaltung rund um das Objekt dauere jedoch noch an.

Güleç fügte hinzu, dass in den 1960er Jahren das Meer die Kirche erreicht habe. „Seeleute nahmen frisches Wasser aus der Quelle am Fuß der Kirche mit sich. Sie sollen die Kirche auch regelmäßig zum Beten besucht haben“, so der Tourismusoffizielle.

Die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria sei außerdem eine bedeutsame Stätte des kulturellen Erbes, betonte Güleç und ergänzte, dass die Kirche auch mit Blick auf ihre außerordentlichen Eigenheiten eine Sehenswürdigkeit mit Seltenheitswert in der Region sei. Es würden künftig noch weitere Stätten des kulturellen Erbes für den Tourismus in der Region erschlossen werden. Sobald das Projekt komplett abgeschlossen sein werde, stehe die Kirche an allen Wochentagen und am Wochenende den Besuchern offen.

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