Auf Wunsch der Türkei: PKK-Mann in Belgien verhaftet.

Maxime Azadi, der Chef der Nachrichtenagentur ANF (Fırat Haber Ajansı), die eine Verbindung zu der Terrororganisation PKK haben soll, wurde nach Gesuch der Türkei in Belgien verhaftet. Nach einem Bericht der belgischen Nachrichtenagentur Belga wurde Azadi letzte Woche Donnerstag bei einer Routinekontrolle in der Stadt Turnhout festgenommen. Er soll auf der Durchreise gewesen sein. Am Freitag wurde er dem Richter vorgeführt, der auf Untersuchungshaft entschied.

Die Türkei wirft Azadi Zusammenarbeit mit der Terrororganisation PKK vor. Auf Gesuch der Türkei wurde er vom Interpol gesucht. Der Anwalt hat die Freilassung von Azadi beantragt. Am Freitag wird das Gericht in Turnhout über diesen Antrag entscheiden.

2006 wurden in Belgien Ermittlungen gegen 36 PKK Anhänger, darunter hochrangige Terrorchefs wie Remzi Kartal und Zübeyir Aydar, aufgenommen. Ende November wurde daraus eine Anklage. Allerdings lehnte die Ermittlungsbehörde in Brüssel eine Prozesseinleitung ab. Mit der Begründung, die PKK wäre keine Terrororganisation. Die Bundesanwaltschaft hat daraufhin Widerspruch eingelegt. Die Türkei wirft Belgien vor, dass das Land beim Kampf gegen den Terror nicht ausreichend mitarbeitet. Diverse PKK Medien haben ihren Sitz in Belgien, zudem haben viele PKK-Führer hier Zuflucht gefunden.

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